Liebe Peitzerinnen und Peitzer,

in Abstimmung mit dem Netzbetreiber enviaM erhalten Sie hiermit folgende Informationen zum Stromausfall in der Stadt Peitz.

Am Freitag, den 04.06.2021 kam es um 12.01 Uhr zu einem großflächigen Stromausfall in der Stadt Peitz. Betroffen waren in der Spitze ca. 2.400 Kunden. Versorgt wird die Stadt Peitz über 39 Stationen. Das Stadtgebiet von Peitz wird aus dem UW Peitz über ein als geschlossener Ring betriebenes Mittelspannungsnetz (20KV) versorgt. Neben dem gesamten Innenstadtbereich wird über diesen Ring auch der Standort von Falken und das Industriegebiet des KW Jänschwalde versorgt.

Kurz nach 11.00 Uhr wurde ein Erdschluss im Versorgungsnetz des UW Peitz gemeldet in dessen Folge unverzüglich der Bereitschaftsdienst aktiviert wurde, um den Fehler aufzuklären. Noch bevor der Erdschlusspunkt im Netz lokalisiert werden konnte, kam es zur Auslösung der beiden Abgänge in der „Martinstraße“ und beim ehem. „Drahtziegelwerk“ und somit zum Stromausfall im Stadtgebiet. Zur Schadensminimierung hat das enviaM eigenverantwortlich entschieden, dass sie gegen 16.20 Uhr eine 500 kVA- Netzersatzanlage im Bereich der Rettungswache und umliegende Bereiche in Betrieb zu nehmen. Gegen 16.50 Uhr wurde eine 275 kVA-Netzanlage in der Straße „Festungsgraben“ in Betrieb genommen. Damit konnten die Gebäude um den Markt, einschließlich der Banken und die Feuerwehr versorgt werden. Eine 3. Netzersatzanlage ging gegen 17.15 Uhr im Bereich der Ottendorfer Straße in Betrieb und sicherte damit die Versorgung des Lidl-Marktes.

Eine weitere Störung an der Station „Thüringer Teppiche“ konnte am späten Freitagabend wieder in Betrieb genommen werden. So war dann möglich, ab ca. 23.40 Uhr wieder alle Kunden in Peitz aus dem Mittelspannungsnetz zu versorgen. Das Unternehmen enviaM nennt als mögliche Ursache evtl. Bauarbeiten, die Jahre zurückliegen und Kabelisolierungen vorgeschädigt haben, aber auch Kabelalterung kann eine Ursache gewesen sein. Dieser Störfall war sicher das größte Schadensereignis der letzten 30 Jahre und es zeigt uns, wie unsere gesamte Gesellschaft von diesem „Lebenssaft“ abhängig ist. Der Störfall hat aber auch gezeigt, dass wir zukünftig besser vernetzt sein müssen, um gemeinsam zu agieren. Sei es bei der Information der Bürger, der gemeinsamen Festlegung der Standort für Netzersatzanlagen oder bei der Unterstützung mit benötigter Manpower. Die Abläufe müssen einfach besser koordiniert werden. Insofern hat uns der Störfall unsere Defizite aufgezeigt, die es schnellst möglichst zu beseitigen gilt.

Es grüßt Sie ganz herzlich

Elvira Hölzner
Amtsdirektorin