Hochoza
Einwohner: 847
Fläche: 3836,31ha
Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt vom 04.05.1504 als Hoen Drußow. Bereits 1506 ist Drochoßen, 1641 Drachausen, 1652 Drauchhausen, 1765 Trachhausen und danach Drachhausen verzeichnet. Der sorb./wend. Name ochoz oder ochoza bedeutet „Umgang um ein zur Siedlungsrodung bestimmtes Waldstück“. Drachhausen unterstand vom 16. Jh. bis 1874 den Brandenburgischen Ämtern Cottbus bzw. Peitz. Die Landwirtschaft und auch die umliegenden großen Waldgebiete spielten für die Bewohner immer eine besondere Rolle. Die Nutzung der Früchte des Waldes, die Jagd und die Holzgewinnung waren stets eine Stütze des Lebens und der Dorfentwicklung. Eine Besonderheit liegt auch in der Struktur des Dorfes, die von weiträumig angelegten Grundstücken gekennzeichnet ist und einen deutlichen Zersiedlungscharakter aufweist. Bereits die Ureinwohner von Drachhausen waren Wenden/Sorben, die Sprache und Kultur war in all den Jahren stark verbreitet und konnte sich auch durch die Lage des Ortes so lange und selbständig halten. Erst nach 1960 bekam der Ort eine feste Straße von Cottbus.
Im Rahmen der Dorfentwicklung gab es Rückschläge, Brände oder die Folgen der Weltkriege mussten bewältigt werden. Die Entwicklungen brachten aber auch viele positive Dinge für die Bewohner und Lebensbedingungen verbesserten sich. Seit August 1891 hatte Drachhausen eine Telefonverbindung, ersten elektrischen Strom gab es ab 1922. Der Ort zählte 1973-1992 zum Kohleschutzgebiet, was Bauverbot und eine ungewisse Zukunft bedeuteten. Heute ist Drachhausen ein moderner und gepflegter Ort. 2003 entstand ein modernes Gemeindekulturzentrum, in dem sich auch der Jugendclub und das Museum „Kolasko“ befinden.
Die Legende vom Drachen
Mitten im Dorf wird man direkt durch das Wappentier von Drachhausen recht freundlich begrüßt. Der übergroße Drache wurde anlässlich der Wendischen Festtage 1998 aus Beton gebaut und am Dorfanger aufgestellt. Um diesen Drachen ranken sich zahlreiche Sagen und Erzählungen. Ursprünglich war geplant, dass der Gemeindearbeiter Wilhelm Ruhl für den Festumzug einen Drachen aus leichten Materialien baut. Nach einer schlaflosen Nacht kam er auf die Idee, den Drachen wie im Saurierpark in Klein Welka aus Beton und Eisen zu bauen. Nach Rücksprache mit dem Bürgermeister ging er nun mit dem Schlosser Manfred Lottra, der die Schweißarbeiten übernahm, in mühevoller Kleinarbeit und mit weiteren Helfern ans Werk. Dank Sach- und Geldspenden steht der Drache auf dem nachgestellten Dubrauer Berg in der Dorfmitte und dient als Symbol und Beschützer der Gemeinde. Der Dorfanger der Gemeinde ist durch einen Gebäudebestand aus der 2. Hälfte des 19. JH. geprägt.
sorbisch/wendisches Leben
Die Pflege der sorbisch/wendischen Kultur ist für die Bewohner der zweisprachigen Gemeinde in besonderer Weise Herzenssache. Mit viel Engagement werden die Traditionen von den Einwohnern aller Altersgruppen gepflegt. In der Kita erlernen die Kinder die sorbische Sprache und erleben ganzjährig die sorbisch/wendischen Bräuche. Die Fastnacht, das Aufstellen des Pfingstbaumes und das Hahnrupfen sind nur einige Höhepunkte. Über die Region hinaus bekannt ist auch die Sorbische Theatergruppe, die jährlich ihre Programme in verschiedenen Orten aufführt. Szenen aus dem Leben der sorbisch/wendischen Bevölkerung wie z. B. die Geschichte des Wilddiebes Bagola werden geprobt und dann einem breiten Publikum vorgestellt.
- Geschichte der Gemeinde Drachhausen
Hoen Drußow, so die schriftliche Ersterwähnung von 1504, hat eine wechselvolle Geschichte. Drachhausen unterstand vom 16. Jh. bis 1874 den Brandenburgischen Ämtern Cottbus bzw. Peitz. Die Landwirtschaft aber auch die umliegenden großen Waldgebiete spielten für die Bewohner immmer eine besondere Rolle. Die Nutzung der Früchte des Waldes, die Jagd und die Holzgewinnung waren stets eine Stütze des Lebens und der Dorfentwicklung. Eine Besonderheit liegt auch in der Struktur des Dorfes, die von weiträumig angelegten Grundstücken gekennzeichnet ist und [mehr] - Die Legende vom Drachen
Nördlich von Drachhausen auf dem Dubrauer Berg hauste vor vielen Jahren ein Drache. Nachts flog dieser in die Nähe der Kirche zum Bauern Lottra. Durch den Schornstein gelangte er zum Küchenherd, einer offenen Feuerstelle. Stets fand er dort frisch gekochten Hirsebrei, seine Lieblingsspeise. Zum Dank füllte der Drache die Schüssel nach der Mahlzeit mit Goldstücken. Durch eine Unachtsamkeit der Bäuerin brannte der Hirsebrei einmal an. Aus Zorn darüber warf der Drache einen großen zentner-schweren Feldstein in Richtung des Grundstücks [mehr] - Sehenswertes in und um Drachhausen
Sehenswertes
Mitten im Dorf wird man direkt durch das Wappentier von Drachhausen recht freundlich begrüßt. Der übergroße Drache wurde anlässlich der Wendischen Festtage 1998 aus Beton gebaut und am Dorfanger aufgestellt. Um diesen Drachen ranken sich zahlreiche Sagen und Erzählungen. Ursprünglich war geplant, dass der Gemeindearbeiter Wilhelm Ruhl für den Festumzug einen Drachen aus leichten Materialien baut. Nach einer schlaflosen Nacht kam er auf die Idee, den Drachen wie im Saurierpark in Klein Welka aus Beton und Eisen zu [mehr] - Spintegeschichten aus Drachhausen
Gudrun Schulz Spinte-Geschichten - Eine Auslese Die hier erzählten Geschichten beruhen auf Wahrheit. Namen wurden mit Rücksicht auf noch lebende Personen nicht genannt, sind dem Schreiber aber bekannt. Oftmals bekamen die Mädchen von ihren Müttern vorgegeben, welche Menge sie am Abend zu spinnen hatten. Deshalb wurden manchmal die Fäden etwas dicker gesponnen, damit die Spule schneller voll wurde und man mehr Zeit für den Zeitvertreib „danach" hatte. „Danach" wurde nämlich Schabernack gemacht, natürlich gemeinsam mit [mehr] - Chronik der FFw Drachhausen
Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Drachhausen "Wasser marsch“ Diese Chronik wurde anlässlich der 500-Jahrfeier des Ortes Drachhausen aufgestellt. An ihr haben nachfolgende Kameraden der Feuerwehr Drachhausen mitgewirkt: Otto Rinza, Willi Lehmann, Fritz Hannusch, Günter Halbasch, Regine und Manfred Lottra Das Bekämpfen und Verhüten von Feuerbrünsten war schon immer ein Anliegen der Bürger. Die Idee, eine Feuerwehr in Drachhausen zu gründen, ist bereits im Jahre 1905 bei einem Glas Bier und einem Schnaps in [mehr] - Geschichte des SV Drachhausen
Friedrich Riese und Marco Balisch „ Sport frei“- Zur Geschichte des SV Drachhausen 1913 Gründung im Jahre 1913 Am 17.10.1913 kamen der Mühlenbesitzer Martin Schonnop, die Lehrer Heinrich Kotzschmar und Erich Franke sowie der Kunstmaler Ernst Sauer in der Gastwirtschaft Schulze zusammen, um den Turnverein 1913 aus der Taufe zu heben. Dem Zwecke der Jugendpflege traten dem Verein in der ersten Generalversammlung über 60 Mitglieder bei. Die ersten Turngeräte die der Verein aus [mehr] - Fischerei in Drachhausen
Fritz Woitow Petri Heil Das Fischen war früher in Drachhausen nicht vereinsmäßig organisiert. Es gehörte zur wendischen/sorbischen Tradition und diente nicht unwesentlich zum Lebensunterhalt. In fast allen Scheunengiebeln hingen Fischnetze. Fische gab es in jeden Graben und Gräben gab es in einer großen Vielfalt. Heute sagt man, damals war die Natur und Umwelt noch in Ordnung. Zu DDR – Zeiten wurden mit Hilfe der Melioration die meisten Gräben zugeschüttet oder begradigt, um Großflächen zu schaffen. Mit der [mehr] - Kirche St. Laurentius
Die Kirche St. Laurentius in Drachhausen Egal aus welcher Richtung man in das Dorf kommt: Die imposante Dorfkirche – mit einem Alter von gut hundert Jahren fast noch ein Kirchenneubau - prägt mit ihrem Glockenturm Drachhausen. Ihr Vorgänger war keinesfalls so stattlich. Er war ein einfacher Fachwerkbau aus der Barockzeit. Auch in der Barockzeit gab es, wie hier, schlichte Kirchen! Und in Drachhausen sogar ohne Turm. Die Glocken mussten in einem kleinen, [mehr] - Geschichte des Chores Drachhausen
Manfred Lobeda „In allen guten Stunden“- zur Geschichte des Chores 1844 gründete der zweite Lehrer, Fritz Schulze, einen Männerchor. Dieser sang am 03.10.1844 zum Geburtstag des Dirigenten sein erstes Lied. Es war das Lied „In allen guten Stunden“, was noch heute die „Hymne“ unseres Chores ist. Im Chor wurde fortan eine gute Arbeit geleistet und selbst im 1. Weltkrieg wurde aktiv weiter gesungen. Vier Sänger sind leider gefallen. Am 24. Mai 1925 fand das 2. [mehr]
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