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Sorbisch/wendische Kultur und Sprache
- Zweisprachigkeit ist unsere Besonderheit -

In den meisten ostdeutschen Gebieten, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen gibt es eine Vielzahl von Orts-, Flur-, Gewässer- und Familiennamen slawischen Ursprungs. Meist sind dies die letzten Hinweise auf eine slawische/wendische Vergangenheit. Eine Ausnahme bildet die Lausitz. Hier sind Sprache und Kultur - als ein besonderer Schatz - noch im Alltag erhalten geblieben.

Im Amt Peitz gibt es, insbesondere in den Dörfern, noch viele, meist jedoch ältere Bürger, die in ihrer sorbisch/wendischen Muttersprache denken, sprechen und träumen.
Da ein solcher Schatz keinesfalls nur in ein Museum gehört, sondern im alltäglichen Leben erhalten bleiben soll, müssen Traditionen und vor allen Dingen die Sprache an die jüngste Generation weitergegeben werden. Darum bemühen sich viele Verbände, Vereine und Interessengruppen unabhängig von der großen Landes- und Bundespolitik. Die Gemeinden und das Amt Peitz haben die Zugehörigkeit zum angestammten Siedlungsgebiet der Sorben und Wenden festgestellt und in den einzelnen Hauptsatzungen dokumentiert. Damit ist die Verpflichtung verbunden, die sorbisch/wendische Sprache und Kultur nach besten Möglichkeiten zu unterstützen.  

Die Bemühungen des Amtes Peitz gehen in erster Linie dahin, das sorbisch/wendische Leben mit all seinen Facetten, im Alltag unserer Region zu bewahren und dafür bestimmte Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Erhalt der sorbisch/wendischen Sprache und ihre Weitergabe an Kinder und Jugendliche ist dabei von besonderer Bedeutung. Dazu konnten im Bereich unseres Amtes mehrere "Witaj-Gruppen" und andere Projekte zur Sprachförderung ins Leben gerufen werden. In den drei Grundschulen des Amtes findet Sorbischunterricht statt. Die Amtsbibliothek bietet Print- und andere Medien in sorbisch/wendischer Sprache an.
Positiv haben sich die Bildung eines Ausschusses für sorbische/ wendische Angelegenheiten, die Berufung einer Sorbenbeauftragten und die Einrichtung einer separaten Kostenstelle im Haushalt des Amtes ausgewirkt. Alle Gemeinden und das Amt pflegen intensive Kontakte zu sorbisch/wendischen Institutionen, Vereinen und Interessengruppen der Region und des Landes. Dazu gehören das Wendische Haus in Cottbus, die Stiftung für das sorbische Volk, die Domowina, der sorbische Rundfunk oder der "Nowy casnik".
Ziel ist es, Kräfte zu bündeln und regionale Netzwerke aufzubauen, um so die sorbisch/wendische Bevölkerung bei der Pflege ihrer Bräuche und dem Erhalt der Sprache noch besser unterstützen zu können.        
      

Wissenswertes zur Geschichte und Kultur der Slawen/Sorben/Wenden sowie interessante Informationen und Links zu entsprechenden Seiten finden Sie unter  

www.wendisches-museum.de

www.slawen.eu