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Gemeinde Heinersbrück


Sehenswertes

Sehenwertes

Heinersbrück

Die Gemeinde Heinersbrück gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten der Niederlausitz. Als „Siedlung eines Heinrich an der Brücke“ findet man Henrichsbrugk im Jahre 1411 erstmals erwähnt. Die Geschichte der Gemeinde ist untrennbar mit der Malxe, einem Fluss, der direkt den Ort durchquert, verbunden. Auch der sorbische Ortsname „Most“ steht für das deutsche Grundwort „-brück“. Heinersbrück als ein typisches, langgezogenes Straßendorf war ehemals durch große Bauernwirtschaften geprägt.

 Heinersbrück und der Ortsteil Radewiese sind gepflegte Orte, die bei Besuchern einen freundlichen Eindruck hinterlassen. Sehenswert ist die stattliche Backsteinkirche mit spitzbogigen Fenstern, welche um 1900/1901 neu erbaut wurde. Die Altarleuchter von 1779, ein Kelch von 1735 sowie eine 1797 in Königsberg gegossene Glocke fanden hier ihren Platz. Im II. Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt und die Fassade erst 1985/87 saniert sowie der Turm neu eingedeckt. Inzwischen erhielten auch das Kirchenschiff ein neues Dach und die Fenster Bleiverglasung. Besonders stolz sind die Heinersbrücker auf ihre Steinmeyer-Orgel, die im September 1999 feierlich in der Kirche eingeweiht wurde. Dieses 1939 erbaute Instrument ist ein Geschenk der Erben des Berliner Großbäckers Erich Dahm (1904-1997) an die Gemeinde.

 

Die Pflege der sorbisch/wendischen Kultur ist für die Bewohner der Gemeinde Herzenssache. Mit viel Engagement werden die Traditionen und besonders auch das sorbisch/wendische Liedgut gepflegt. Über die Region hinaus bekannt ist der Heinersbrücker Frauenchor. Der Hochzeitszug, bei dem eine wendische Hochzeit original nachgestellt wird, ist ein besonderes Erlebnis. In der Kita und der Grundschule Heinersbrück erlernen die Kinder die sorbische Sprache und erleben ganzjährig die sorbisch/wendischen Bräuche.

Im ehemaligen Schulgebäude, welches 1814 erbaut wurde, befindet sich das liebevoll eingerichtete Museum „Sorbische Bauernstube“. Die Sorbischlehrerin Frau Sydow begann 1969 mit Kindern der Arbeitsgemeinschaft Materialien für eine Schulausstellung zu sammeln. 1979 wurde das Museum eröffnet, welches heute ca. 1000 Exponate umfasst. Gezeigt werden u.a. verschiedene sorbische Trachten sowie Geräte und Gegenstände des einstigen bäuerlichen Lebens. Besonders interessant ist es, typisch sorbisch/wendische Handwerkstechniken wie Spinnen mit dem Spinnrad, Trachtenstickerei oder das Verzieren sorbischer Ostereier zu erleben oder selbst auszuprobieren.

 

Durchfährt man den Ort, so gelangt man direkt zum Braunkohletagebau Jänschwalde. Am Aussichtspunkt kann der Besucher unmittelbar zusehen, wie imposante Bagger die Braunkohle in in einer Tiefe bis zu 80 m abbauen.


Ortsteil Grötsch

Die Gemeinde Grötsch wurde bereits 1344 als Grods (Burgstätte) urkundlich erwähnt. Die kleinste Gemeinde im Amt Peitz liegt in unmittelbarer Nähe des Tagebaus Jänschwalde und hat in der Vergangenheit die Folgen des Braunkohleabbaus hautnah gespürt. Heute ist Grötsch dank der Bemühungen aller Bewohner ein sehr gepflegter und schöner Ort, der Reizvolles zu bieten hat. Das ist sicher mit ein Grund dafür, dass sich in den letzten Jahren einige Bauwillige für Grötsch entschieden und herzlich in der Dorfgemeinschaft aufgenommen wurden.

Das Dorfbild des ehemaligen Angerdorfes wird wesentlich von dem bis zum Jahr 2001 neu gestalteten Dorfanger geprägt. Liebevoll wurde der Dorfteich neu angelegt und gestaltet. Das moderne Bürgerzentrum wurde 1995 neu errichtet. Der vorgelagerte Heidegarten, ebenfalls 1995 angelegt, ergänzt natürlich und harmonisch diesen Bereich. Eine Besonderheit in dieser Gemeinde ist die schöne Fun-Curt Anlage, welche für Kinder und Erwachsene gleichermaßen Möglichkeiten zur Erholung und sportlichen Betätigung bietet. Bei einen Besuch lohnt sich auch ein Blick auf das Feuerwehrgerätehaus, ein kleiner Backsteinbau mit Holzturm. Stolz sind die Einwohner auch auf den 2001 neu errichteten Dorfsaal, der mit 120 Plätzen Heimstatt für das gesellige Miteinander der Dorfgemeinschaft ist. Die dörflich-ländlichen Traditionen werden in der Gemeinde bewahrt. Dies wird vor allem auch beim jährlichen Dorffest oder bei Traditionsfesten wie Fastnacht und Kirmes erlebbar.