Sie sind hier: Gemeinden > Peitz > Freizeit und Kultur

Freizeit, Kultur, Tourismus 

Eine naturbelassene Umgebung

 

Die Stadt Peitz mit ihrer natürlichen, abwechslungsreichen Umgebung liegt in der Spree-Malxe-Niederung und ist damit Bestandteil des Spreewaldes. Kennzeichnend sind weite, von Gräben durchzogene ebene Wiesengebiete (die sog. Lasszinswiesen), die großflächig unter Naturschutz stehen. Der häufige Wechsel von Wald, Wiesen, Alleen, Ackerflächen, Teichen, Seen und Wasserläufen macht das Peitzer Land für Touristen attraktiv. Die reizvolle Landschaft und die umliegenden Dörfer lassen sich besonders gut mit dem Fahrrad erkunden. Durch die schönsten Teile führt der Spreefernradwanderweg.
In der Tourismusinformation können Fahrräder und Tandems ausgeliehen werden. In jüngster Zeit ist ein Teil der Landschaft stark verändert worden: Tagebaue und Kraftwerke haben ihre Spuren hinterlassen. Doch gerade die Tagebaue mit den offen liegenden Braunkohleflözen stellen ein sehr interessantes Besichtigungsziel dar.

Die Peitzer Teiche Berühmt ist Peitz wegen seiner Schuppentiere: Im 1.000 Hektar großen Teichgebiet - dem größten zusammenhängenden Mitteleuropas - wird seit Jahrhunderten der Peitzer Karpfen gezüchtet. Weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus wird er wegen seiner Qualität gerühmt. In der Teich- und Wiesenlandschaft sind viele gefährdete Pflanzen und Tiere heimisch. Touristen können beim Angeln, Kahnfahren und Wandern Natur pur erleben. Zu Ehren der Fischer wird seit bald fünfzig Jahren im August das Fischerfest gefeiert. Mit dem Anfischen am Teufelsteich beginnt symbolisch die Karpfenernte, die dann im Oktober und November zu einem großen Spektakel wird. 

Der Spreewald - Eine einzigartige Landschaft in Mitteleuropa

Der zentrale Spreewald zwischen Burg, Lübbenau und Lübben gehört zu den schönsten und interessantesten Reisegebieten Deutschlands. In diesem Niederungsgebiet gibt es ein Labyrinth von mit kleineren Kähnen und Sportbooten befahrbaren Fließen und Kanälen; insgesamt etwa 500 Kilometer lang.

Eigentlich ist der Spreewald allerdings noch größer. Er beginnt in Heinersbrück am Flüsschen Malxe östlich von Peitz und endet bei Neu- Lübbenau in der Nähe des Neuendorfer Sees. Dieses Niederungsgebiet gehört zum Glogau- Baruther- Urstromtal. Neben der Spree ist die Malxe, die bei Burg als Delta in die Spree mündet, das wichtige Gewässer der Region. Ab Burg wird die Malxe als "Großes Fließ" bezeichnet. Die Spree tritt bei Cottbus in das Niederungsgebiet ein und verlangsamt ihre Fließgeschwindigkeit. Dadurch konnte die Lagunenlandschaft entstehen. Durch Anstauung der Gewässer seit dem Mittelalter sowie der künstlichen Anlegung von Kanälen bekam der Spreewald sein heutiges Erscheinungsbild.

Die Landschaft gliedert sich in den Vorspreewald- das Gebiet von Heinersbrück über Peitz, Fehrow und Schmogrow bis Burg- in den Oberspreewald von Burg, Lübbenau bis Lübben und den Unterspreewald, flussabwärts der Stadt Lübben gelegen. Noch im 19. Jahrhundert soll es hier 1500 km befahrbarer Wasserläufe gegeben haben (Quelle: "Spreewald einzigartig", REGIA- Verlag ).

Heute kennzeichnen weite Wiesengebiete den Vorspreewald um Peitz. Noch in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es hier riesige Erlenbruchwälder. Alte Unterlagen berichten, dass man diesen Spreewald nur in der Frostperiode betreten konnte. Nördlich dieses Niederungsgebietes schließen sich auf einer Sanderfläche ausgedehnte Forst- und Heidegebiete an.

Landschaftsprägend sind südöstlich der Stadt Peitz die Peitzer Teiche. Sie wurden in der Mitte des 16. Jahrhunderts mit einer Gesamtfläche von ca. 1000 Hektar angelegt. Der Kernspreewald ist heute Biosphärenreservat, besonders wertvolle Bereiche stehen unter Naturschutz. Weitere Bereiche der Spreewaldregion stehen unter Landschaftsschutz, so die Kulturlandschaft Peitzer Teiche, in der man vor allem seltene Wasservögel antrifft.

Der Peitzer Festungsturm

Ein Blick von oben

Ein markantes Peitzer Bauwerk ist der Festungsturm im Stadtzentrum, der als Rest der umfassenden Festungsanlage erhalten geblieben ist. Ab 1442 hatte Kurfürst Friedrich II. von Brandenburg die Pfandschaftsrechte auf Peitz. Nun befanden sich Peitz und Cottbus bis zum Jahre 1806 als brandenburgische Exklave in der böhmischen, später sächsischen Mark Lausitz. Dies veranlasste Markgraf Johann V., im Volksmund Hans von Küstrin genannt, die Stadt Peitz im 16. Jahrhundert zur Festung auszubauen. Es entstand ein Meisterwerk italienischer Festungsbaukunst. Im 30-jährigen Krieg bot die Festung dem Kurfürsten von Brandenburg Schutz. 1610 vernichtete ein Stadtbrand die bürgerlichen Wohnhäuser, die Kirche und das Rathaus.

Nur wenige Häuser wurden in dieser Zeit massiv errichtet, wie am Markt 4 mit Rundbogenportal aus Sandstein. Im 30-jährigen Krieg litten die Peitzer nicht unter den üblichen Drangsalierungen der Soldateska wie in anderen Städten, da die Festung als sicherster Zufluchtsort in Brandenburg und der Niederlausitz galt. Ab 1767 wurden die Festungswerke auf Anordnung Friedrichs II. niedergelegt. Der Turm befindet sich seit 1820 in kommunalem Besitz. Als letzte brandenburgische Festungsstadt ist sich Peitz der besonderen Verantwortung für das Bauwerk bewusst: Nach der Wende wurde er vollständig rekonstruiert. Ein Blick über die Peitzer Gegend aus 30 Meter Höhe entschädigt für den etwas beschwerlichen Aufstieg in den Dachreiter.

Das Fischerfest

FischerstechenDas Fischerfest findet traditionell an jedem 2. Augustwochenende statt. Es beginnt freitags mit dem Fußballturnier und dem abendlichen Anfischen am Teufelsteich. Die Besucher können schätzen, wie viele Kilogramm Fisch die Fischer mit dem Netz aus dem Wasser ziehen. Wer die Kilozahl richtig angibt oder ihr am nächsten kommt, kann einen schwergewichtigen Karpfen gewinnen. Spaßig wird es Sonnabendmittag beim Fischerstechen. Immer zwei Mannschaften kämpfen in Kähnen gegeneinander. Ziel ist es, den gegnerischen Stecher von seinem Podest ins Wasser zu stoßen. Seit einigen Jahren gehört auch noch der Montag zum Fest, der als "Familientag" gefeiert wird. Viele Programme für Kinder runden das Fest ab, die Schausteller fahren zu reduzierten Preisen

Fischspezialitäten für Feinschmecker werden im Fischzelt angeboten. Selbstverständlich kommt die Unterhaltung nicht zu kurz: Rummel, Frühschoppen mit Blasmusik, Turnier-Angeln, Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche sind nur einige Attraktionen. Beliebt sind auch Kahnfahrten auf den Teichen. Ganztägig ist die Besichtigung des Peitzer Festungsturmes und des Hüttenmuseums - am Fischerfest-Sonnabend mit Schaugießen - möglich.

Stadtführungen

Historische Altstadtführungen

 

Stadtführungen durch die historische Altstadt mit ihren baulichen Zeugen aus der Festungszeit können für Gruppen angeboten werden.

Der Historische Verein zu Peitz e.V. veranstaltet Führungen mit Stadtführern in historischer Uniform. 

Kirchenführungen mit einer Besichtigung der großen Orgel können durch das Tourismusbüro vermittelt werden. Kontakt 

 

Eisenhütten- und Fischereimuseum

Eisenhütten- und Fischereimuseum

Die musealen Einrichtungen des Eisenhütten- und Fischereimuseums und des Festungsturms erwarten Gruppen nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Baden & angeln- Das Naherholungsgebiet „Garkoschke“

Das Gebiet „Garkoschke“ ist eine relativ große Sanddüne. Unmittelbar nach der letzten Eiszeit wurden Sande aus dem Gebiet der heutigen Lieberoser Heide angeweht und hier abgelagert. Woher die Düne den Namen hat ist nicht bekannt. Fest steht nur, dass im 18. Jahrhundert in der Nähe des Gebietes ein Hans Garkoschke wohnte.

Die Garkoschke

Im Zuge der Erbauung des Kraftwerks Jänschwalde entstand in den 1970er Jahre in Peitz ein Neubaugebiet zur Unterbringung der Bauarbeiter und der Mitarbeiter des Werkes. Die neue sogenannte Arbeiterwohnsiedlung - kurz AWS genannt - errichtete man auf einem einstigen Wiesengebiet östlich der Stadt. Zur Schaffung eines bauwürdigen Untergrundes mussten bedeutende Mengen Sande eingebracht werden. Diese Sande entnahm man von dem Dünengebiet Garkoschke. Aus der Entnahmestelle entstand ein Badesee mit guter Wasserqualität und schönen Stränden. Zwischenzeitlich hat sich an den meisten Uferbereichen eine Vegetation angesiedelt, so dass der See heute wie ein natürliches Gewässer wirkt. Der See ist auf Grund des Fischreichtums vor allem auch bei Anglern beliebt.

 

Peitz freut sich auf Ihren Besuch!


© 2018 Amt Peitz | Startseite | Kontakt | Impressum | Datenschutzerklärung | Seitenübersicht |