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Geschichtliches der Gemeinde

Im Zuge der Gemeindegebietsreform haben sich die Orte Turnow und Preilack zum 31.12.2001 zu einer Gemeinde zusammengeschlossen. Heute erinnert ein Findling mit einer Gedenktafel, der an der Gemarkungsgrenze am Preilacker Weg aufgestellt wurde, an den Zusammenschluss. Die geschichtliche Ersterwähnung beider Orte reicht jedoch weit in die vergangene Zeit zurück.

 

Ortsteil Turnow:

Turnow entstand in Folge der Errichtung der Festung Peitz im 16. Jahrhundert und wurde 1567 unter dem Namen „Neue Peiz“ erwähnt. Viele Peitzer mussten ihre Flächen wegen des Festungsbaus abgeben und ließen sich drei Kilometer weiter nieder. Hier existierte bereits eine Schäferei, aus der sich das Vorwerk Turnow entwickelte. Ob diese schon Turnow genannt wurde, ist unklar. Eine Zeitlang standen die Namen Neue Peiz und Turnow nebeneinander, bis sich letzterer durchsetzte. Ursprünglich bestand das Dorf aus drei Teilen: der Hüfnerschaft, dem Amtsdorf Turnow und dem Vorwerk und war so bis 1878 geteilt. Turnow ist die einzige Gemeinde mit gleichlautender deutscher und wendischer Bezeichnung. Zwischen 1848 und 1865 verließen insgesamt 47 Turnower ihre Heimat und siedelten nach Übersee (Australien, Nord-Amerika) aus. Ein markantes Gebäude, wenn auch ein Stück vom Dorf entfernt, ist die 1858 erbaute. Holländerwindmühle, die seit 1894 durch Ernst und Pauline Dubrau geführt wurde und noch heute in Familienbesitz ist.

 

Ortsteil Preilack:

Am Grassumpf oder Wiesengrund gelegen bedeutet der niedersorbische Name Psiluk der 1587 erstmals als Preylangk erwähnten Gemeinde Preilack. Tatsächlich ist der Ort von Feuchtwiesen umgeben. 1641 steckten schwedische Truppen das Dorf in Brand. So geriet von 1924 bis 1930 Preilack als "Brandstifternest" in die Schlagzeilen, weil jährlich mehrere Scheunen, Stallungen und andere Bauten brannten. Von 1848 bis 1865 verließen 32 Erwachsene mit Kindern ihren Heimatort und gingen nach Australien, Afrika und Nordamerika. Zeitzeuge preußischer Verkehrsgeschichte ist die ehemalige Chausseegeldhebestelle und der preußischen Rundmeilenstein am Ortseingang aus Richtung Peitz. Die Einheimischen sprechen noch heute vom "Zollhaus".

 

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