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Geschichtliches der Gemeinde

Die Gemeinde Drehnow wurde 1635 erstmals urkundlich erwähnt. Als typisches Angerdorf ist der Ort großzügig angelegt. Die ortsprägende Bebauung landwirtschaftlichen Ursprungs mit Dreiseitenhöfen ist noch heute beiderseitig entlang der Dorfstraße erkennbar. Zahlreiche frühgeschichtliche Funde sind Zeugen einer frühen Besiedelung des Gebietes. 1400 als Drehnow in einer Urkunde erwähnt, weist das Wort „dren“ (= roter Hartriegel) auf eine frühe Besiedlung der Sorben/Wenden hin. Bronzezeitliche Werkzeuge belegen die ackerbauliche Nutzung. Bis zum 30- jährigen Krieg lag das Dorf auf einem flachen Sandrücken nahe der Malxe. Das jetzige Dorf entstand auch infolge der Hochwassergefährdung ca. 500 m nordöstlich. Das alte Dorf wurde nach 1750 völlig devastiert und der Standort ackerbaulich genutzt.1574 bis 1832 gehörte der Ort zum Amt Peitz, 1832 bis 1874 wieder zum Amt Cottbus.

Glockenturm in Drehnow

 

Zeitgleich mit der Schule, deren Neubau 1895 begann, entstand in direkter Nachbarschaft, der Glockenturm, der das Wahrzeichen der Gemeinde ist. Die Einweihung des Glockenturmes 1898 wurde als Festtag in der Gemeinde begangen. Da Drehnow keine eigene Kirche besaß und das Geläut der Kirche Peitz in Drehnow nicht zu hören war, entschieden sich die Drehnower für die Errichtung eines eigenen Glockenturmes. Die ersten Glocken, die noch aus Bronze gegossen waren, wurden aus Spendengeldern der Bauern gekauft. Vom damaligen Dorfschulzen Morling und dem Lehrer Bieger in der Glockengießerei Zauck in Leipzig bestellt, wurden die Glocken am 25. März 1898 in Drehnow feierlich eingeweiht.

Das Kreuz und der Kelch auf dem Glockenturm sind ein Geschenk des damaligen Lehrers, Herrn Bieger. Am 25.03.1903 wurde eine zweite Glocke eingeweiht. Im Jahr 1917/18, als Bronze für kriegerische Zwecke benötigt wurde, zerschlug man die Glocken und der Turm bestand nur noch als hölzernes Bauwerk. Damit wollten sich die Einwohner nicht abfinden. So wurden in den 20iger Jahren erneut mit Spendengeldern neue Glocken aus Stahl angeschafft.

Als Herstellungsjahr ist 1923 eingegossen. Im Jahr 1993 wurde der Turm rekonstruiert.

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