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 Mönchstour - vom Spreewald ins Schlaubetal

Nach einer alten Legende sollen Franziskanermönche aus dem Cottbuser Kloster die Peitzer Teiche angelegt haben. Tatsächlich entstanden diese aber kurz nach der Reformation in der Mitte des 16. Jahrhunderts, als die Franziskaner längst das Cottbuser Kloster verlassen hatten. Fakt ist aber, dass sich Mönche allgemein mit der Fischzucht befassten. Möglicherweise ist das auch der Grund dafür, dass die Stauanlagen, die für die Be- bzw. Entwässerung von Teichen notwendig sind, „Mönche“ genannt werden. Auf der ersten Etappe der Radtour durch das berühmte Peitzer Teichgebiet finden sich also „Mönche“ in großer Stückzahl.

Von der alten Fischer- und Festungsstadt Peitz führt der Weg zunächst auf dem Radweg „Tour Brandenburg“ durch flache Wiesengebiete, die von vielen Wiesengräben gekennzeichnet sind. Im Dorf Tauer steigt das Gelände plötzlich an. Hier wird das Urstromtal, in der Peitzer Gegend als „Vorspreewald“ bezeichnet, verlassen. Der Weg führt weiter über Sanderflächen, die meist forstwirtschaftlich genutzt werden. Im Waldgebiet kommt man immer wieder an kleinere Seen vorbei. Am Großsee hinter Tauer beginnt der Naturpark Schlaubetal. Bis zum reizvollen Bachtal „Schlaubetal“, benannt nach dem Flüsschen „Schlaube“, ist es aber noch ein gutes Stück Weg. Zunächst muss man eine ebenso reizvolle Heidelandschaft durchfahren. Die Heide entstand durch eine militärische Nutzung des Gebietes durch die „Rote Armee“ der früheren Sowjetunion. Gleich neben der Heide liegt der idyllische Ort Reicherskreuz, der von Mönchen des Klosters Neuzelle gegründet sein soll. Nördlich von Reicherskreuz beginnt das eigentliche Schlaubetal mit herrlichen Wäldern und Seen. Über den „Mönchradweg“ gelangt man nach Neuzelle, dem „märkischen Barockwunder“. Die Klosteranlage wurde im Mittelalter von Zisterziensermönchen gegründet. Die alte Klosterkirche wurde in der Barockzeit so umgestaltet, dass man glauben könnte, nicht mehr in Brandenburg zu sein.

Nach dieser über 50 Kilometer langen Radfahrt empfiehlt sich die Rückreise per Bahn. Die Züge des Regionalexpress fahren stündlich nach Peitz. 

Tourenbeschreibung:

Ausgangspunkt: Bahnhof Peitz-Ost (ca. 3 km vom Zentrum entfernt)

  • Am Bahnhof in südliche Richtung fahren (rechts liegt das Teichgebiet und links die Bahnanlagen und dahinter das Kraftwerk)
  • Vor dem folgenden Bahnübergang (nach ca. 2,5 km) nach rechts in den asphaltierten Weg einbiegen und weiter entlang der Bahnstrecke
  • Etwa 500 m hinter dem Haltepunkt Teichland der DB rechts in den ausgeschilderten Radweg einbiegen („Tour Brandenburg“)
  • Bis zum „Mönchsradweg“ (in der Nähe des Wirchensees ca. 31 km hinter Peitz) die ausgeschilderte „Tour Brandenburg“ benutzen.
  • Am „Mönchsradweg“ nach rechts einbiegen und diesen bis Neuzelle befahren.
  • Die Rückfahrt erfolgt ab Neuzelle mit der Bahn (Regionalexpress 11 Richtung Cottbus im Stundentackt); nach 30 Minuten Zugfahrt wird der Bahnhof Peitz-Ost erreicht

Tourenlänge (ohne Bahnfahrt): ca. 57 Kilometer

Sehenswürdigkeiten/Gastronomie in Tourennähe:

  • Erlebnispark Teichland (den Bahnübergang bei Teichland benutzen und der Ausschilderung folgen; ca. 1,5 km vom Bahnübergang entfernt)
  • Maustmühle mit Gastronomie
  • Teichgebiet mit Teichlehrpfad
  • historisches Hüttenwerk mit Museum und Gastronomie
  • historische Altstadt Peitz mit gastronomischen Einrichtungen
  • das Dorf Tauer mit Kirche, Museum und Gastronomischen Einrichtungen
  • der Großsee (ca. 2 km von der Tour entfernt) mit Gastronomie
  • der Pinnower See mit Gastronomie
  • das Dorf Pinnow
  • die Reichersdorfer Heide mit Lehrpfad
  • das Denkmaldorf Reicheskreuz mit Gastronomie
  • der Wirchensee mit Gastronomie
  • das Dorf Treppeln mit Gastronomie
  • das Dorf Kobbeln mit Riesenfindling und Gastronomie
  • das Dorf Möbiskruge mit mittelalterlicher Dorfkirche und Gastronomie
  • Neuzelle mit der ehemaligen Klosteranlage, der Brauerei und gastronomischen Einrichtungen
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