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Zur Geschichte des Peitzer Rathauses - Allgemeines

Der Ort Peitz in der Niederlausitz, am östlichen Spreewaldrand gelegen, wurde im Jahre 1301 erstmals urkundlich erwähnt. Über die Ortsgründung liegen keinerlei Nachrichten vor.

Der Ortsname der Kleinstadt ist nicht zweifelsfrei deutbar. In einem Dokument des Jahres 1336 wurde das Weichbild Peitz genannt; also dürfte der Ort bereits im Besitz von Stadtrechten gewesen sein. Ein Ratsmann und ein Siegel sind seit 1378 nachweisbar.'

Mit dem Gubener Frieden im Jahre 1462 wechselten die Städte Peitz und Cottbus mit den zur Herrschaft gehörenden Dörfern von Böhmen zu Brandenburg.

Fortan, bis 1806, war das Gebiet eine brandenburgische Exklave in der böhmischen, seit 1620 sächsischen Niederlausitz. Verwaltungsmäßig kam die Exklave zur Neumark. Mitte des 16. Jahrhunderts richtete der neumärkische Markgraf Johann V. sein Augenmerk neben seiner Residenzstadt Küstrin auch auf Peitz.

Der Ort war auf Grund seiner Lage in der Exklave strategisch sehr bedeutend. Deshalb wurde zwischen 1560 und 1596 in Peitz ein Meisterwerk der Festungsbaukunst errichtet. Diese Fortifikation galt lange Zeit als ein „uneinnehmbares Bollwerk".

1636/37 suchte sogar der brandenburgische Kurfürst Georg Wilhelm mit seinen Regierungsbeamten Peitz als Zufluchtsort auf. Im Zuge des Festungsbaues kam es zur völligen Neugestaltung der Stadt und des Vorgeländes.

Ein erstes Rathaus stammt vermutlich aus dieser Zeit. Dieses Gebäude ist bei dem großen Stadtbrand im Jahre 1610 zerstört vvorden.2

Sicher ist, daß es vor der Festungsära noch kein Rathaus in Peitz gab. In dem Ratsrechnungsbuch, das die Einnahmen und Ausgaben der Jahre 1545-59 gegenüber stellt, wird von einem Rathaus nichts erwähnt.

Nach dem verheerenden Stadtbrand wurde ein Rathaus vermutlich auf der gleichen Stelle des Vorgängerbaues an der nördlichen Marktseite in einfachen Formen errichtet. Dieses Gebäude musste 1971 auf Grund des Ausbaues der Fernverkehrsstraße 97 abgerissen werden.

Im 18, Jahrhundert genügte die Festung den inzwischen gestiegenen militärischen Anforderungen nicht mehr. Eine geplante Erweiterung kam nur bruchstückhaft zur Ausführung. Aus diesem Grund musste die brandenburgische Garnison im Siebenjährigen Krieg zweimal vor den Österreichern kapitulieren.

Nach dem Siebenjährigen Krieg verlor Peitz an strategischer Bedeutung. Die meisten Festungswerke wurden abgetragen, die Wälle planiert und die Gräben verkippt.

Zur Geschichte des Rathauses:

Nach der Festungsära siedelte König Friedrich II. sächsischen Tuchmacherfamilien an. Die Peitzer Tuchmacher... mehr

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