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Die Ludkisage

Die Ludkisage

In alten Zeiten lebten in der Nähe des Dorfes die Ludki. Es waren kleine, scheue Leutchen, die nur zu wenigen unserer Ahnen Vertrauen hatten.

Zu diesen kamen sie manchmal auf Schleichpfaden, um sich eine Backmulde und Sauerteig oder andere Geräte auszuleihen. Als Entschädigung brachten sie Holzkohlen mit. Ebenso wie sie kamen, verschwanden sie wieder unbemerkt, "wie vom Erdboden verschluckt". Einem Drewitzer, der ihnen etwas Gutes getan hatte, schenkten sie zur Belohnung Holzkohlen, die sie ihm in seine Kappe füllten. Da er nichts damit anzufangen wusste, schüttete er sie unterwegs aus. Nur eine Kohle war ihm im Futter hängen geblieben. Zu Hause stellte er mit Erstaunen fest, dass sie sich ein Goldstück verwandelt hatte. Schnell holte er auch die übrigen Kohlen. Sie haben sich jedoch nicht in Gold verwandelt.

Als das Christentum im Orte seinem Einzug hielt und die erste Kirchenglocke ertönte, verkrochen sie sich in ihren Erdhöhlen. Der Klang war ihnen unheimlich. Sie wurden nie wieder gesehen.

Quelle: Chronik der Gemeinde Drewitz Fischer/Dabo

 
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