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Geschichte des Ortsteils Drewitz  

Aus der Zeit der Besiedlung durch die Sorben dürfte auch der Name dieses Ortes stammen.

DREWITZ lässt sich ableiten vom sorbischen Wort "dréwo" - Holz - her und bedeutet etwa "im Holze" (im Walde) gelegen.

Als vermutlich eines der ältesten Dörfer in der Niederlausitz ist der Ort jedoch 1509 als Drewitz erstmals erwähnt. Aufzeichnungen über die Entwicklung der Gemeinde sind nur spärlich vorhanden, jedoch belegen Funde, das eine Besiedlung des Gebietes bereits früher erfolgte. Wie in vielen anderen Orten in der Niederlausitz lebten auch die Sorben hauptsächlich von der Landwirtschaft.

Das Kalpenzmoor lässt darauf schließen, dass neben Wild Fische die Nahrung der damaligen Siedler ergänzt haben. Fundstücke wie Einbäume, Uferbefestigungen und verschiedene Geräte lassen vermuten, dass der ca. 60 ha große Kalpenz damals in seiner vollständigen Fläche ein See war, der heute völlig durch Torfmoos verlandet ist.

Die Drewitzer Kirche wurde nach mehrmaliger Brandzerstörung 1827 massiv wieder aufgebaut. Die Grabplatten an der Südmauer wurden zu Ehren eines kurfürstlichen Beamten und seiner Ehefrau eingefügt, die im 17. Jh. in Drewitz gestorben und beigesetzt wurden. Die sogenannten Heidereuter waren mit der Forstaufsicht betraut und hatten gleichzeitig die Polizeigewalt im Amtsbereich. Ein besonderes Ausstattungsstück der Kirche ist die Glocke aus dem Jahre 1648. Sie wurde in Erfurt gegossen und erklingt heute noch.

Die Wiesen (Laßzinswiesen) gehörten der Domaine Peitz, also dem Staat. Die neunen Besitzer mussten die zugewiesenen Flächen kaufen. Der Kaufpreis gestaltete sich in Form einer Hypothek, die als jährlicher Domainezins erhoben wurde.

Wann die erste Schule in Drewitz eingerichtet wurde ist nicht genau nachzuweisen, ab 1733 erfolgte jedoch eine genaue Auflistung der unterrichtenden Lehrer. 1846 erfolgte der Bau der Schulscheune aus Lehmfachwerk.

Der Drewitzer Flugplatz wurde 1937/38 als Militärflugplatz eingerichtet. Seit 1993 ist der Flugplatz „Cottbus-Drewitz" auch für den zivilen Luftverkehr geöffnet. Im Jahr 2000 wurde der neue Tower und 2002 das Terminal/Abfertigungsgebäude in Betrieb genommen, um damit auch den üblichen Sicherheitsbestimmungen gerecht zu werden und Standarts gewährleisten zu können.

(Weitere Details und Einblicke in die Geschichte von Drewitz vermittelt die Chronik des Ortes, welche von Josef Fischer erarbeitet wurde und nun weitergeführt wird.)

* „Amt Jänschwalde – für die deutsch-sorbischen Gemeinden Drewitz, Grießen, Horno und Jänschwalde im Landkreis Spree-Neiße“, 1997, Herausgeber: Amt Jänschwalde, Konzeption: werbeagentur elke reiser gmbh

 
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