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Interessantes aus der Geschichte des Ortsteiles Jänschwalde-Dorf / Janšojce-Wjas


Postanschrift
Amt Peitz
Gemeinde Jänschwalde
Ortsteil Jänschwalde-Dorf
Schulstraße 6
03185 Peitz


Tel.: 035601 380
Fax: 035601 38170
Internet: www.peitz.de
e-mail: peitz@peitz.de

Ortsvorsteher: Helmut Badtke
Sprechstunde:
jeden 1. Dienstag im von Monat von 16:00 bis 18:00 Uhr

und nach Vereinbarung in der Gubener Straße 30 B, Jänschwalde, Tel.: 035607 73099
Fläche: 3239,34 ha  (JW-Dorf und JW-Ost)    
Postleitzahl:
03197
Telefonvorwahl:
035607

 

1346 Genschwalde
1484 Gentzwalde
1554 Jenischwalde und Jenßwalde
1775 Genschwalde
1784 Jaenischwalde

Jänschwalde soll bereits im 13. Jh. durch deutsche Siedler entstanden sein (R. Lehmann: „Geschichte des Wendentums in der Niederlausitz). Der sorbische Name für den Ort- Jansojc – bedeutet auf deutsch: das dem Jan, Jansch oder Jänsch Gehörende, womit vermutlich eine im Malxebruch gelegene Siedlung unter Leitung eines Jänsch bezeichnet war.

Im Jahre 1346 wird Jänschwalde - geschrieben „Genschwalde" - in der sogenannten Meißener Matrikel als Kirchdorf erwähnt, das an das Bistum 3 Grosche Kirchensteuer zu zahlen hatte. Die heutige turmlose Kirche entstand 1806, das Pfarrgehöft mit der Pfarrscheune entstand Mitte des 19. Jh.. Der Ort entstand auf einer flachen Talsandinsel im Sumpfgebiet der Malxeniederung. Die Häuser waren auf großen Findlingen ruhende Blockhäuser mit Schilfdach.

Die Stadt Peitz erhielt im Jahre 1357 das Straßenprivileg für die Durchquerung des Malxebruches und eine Zollstelle. Mit Amt und Domäne war die Stadt so für 11 Dörfer und auch für Jänschwalde zuständig. 1544 nennt das Peitzer Amtsbuch den gesamten Bruchwald zwischen Jänschwalde, Tauer und Peitz „Jänschwaldischen Wald". 

Nach der Entwässerung und Abholzung des Malxebruchs im 17. und 18. Jh. entstand eine große landwirtschaftlich nutzbare Fläche. Die Wiesen und Äcker ermöglichten gute Erträge.

Im 18. Jh. erfolgte hier die Ansiedlung von Kolonisten aus Sachsen. Der neu entstandene Ortsteil in der Nähe der Schäferei wurde als „Kolonie" bezeichnet. Die hier wohnende Bevölkerung waren als Handwerker tätig oder verdienten sich ihren Unterhalt als Waldarbeiter und Tagelöhner.

Wirtschaftlicher Aufschwung kam mit der verkehrstechnischen Anbindung des Ortes an die Bahnlinie Cottbus-Guben-Frankfurt 1871. Der Bau der Bahnlinie sowie die Arbeit als Bahnpersonal brachte für viele Einwohner Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten.

Die Urbarmachung der Gebiete, die Wiesen und Ackerflächen versorgten die Menschen, obwohl das Hochwasser wie im August 1897, 1926/27, 1930 und 1958 Mißernten und hohe Verluste bedeuteten. 

Mit der weiteren Entwicklung der Landwirtschaft, der zunehmenden Viehhaltung und der fortschreitenden Mechanisierung verbesserten sich auch die Lebensbedingungen der Menschen.

Nach 1945 ist zu den bereits bestehenden Ortsteilen ein dritter hinzugekommen - Jänschwalde-Ost. Hier fanden ca. 2000 Menschen ein neues zu Hause, überwiegend wohnten hier Berufssoldaten und Angestellte der Armee mit ihren Familien.

Quelle:  „Amt Jänschwalde – für die deutsch-sorbischen Gemeinden Drewitz, Grießen, Horno und Jänschwalde im Landkreis Spree-Neiße“, 1997, Herausgeber: Amt Jänschwalde, Konzeption: werbeagentur elke reiser gmbh

Eckdaten:

Einwohner:
1973                   2000 

landwirtschaftliche Nutzfläche:
23 ha

Ortsbeirat Jänschwalde-Dorf


Name      Art der Mitarbeit  
Funktion  
Helmut Badtke    Vorsitzender Ortsvorsteher
Hein Dabo
Mitglied  
Rudi Schewelis
Mitglied  

 


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