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Anekdoten aus Schönhöhe

Anekdoten aus Schönhöhe 

Das Treffen - erzählt von Armin Hennig 

Er machte mit seiner Frau im Jahre 1989 in Jalta Urlaub. Ein russischer Mann sprach sie an, woher sie kommen. „Wir wohnen bei Berlin", sagte Hennig. „Na, wo denn da genau?" „Bei Cottbus. Den Ort werden Sie sicher nicht kennen. Genau zwischen Cottbus und Guben wohnen wir", sagte Hennig. Der russische Mann lächelte verschmitzt: „ Und ob ich die Gegend kenne". „Wir kommen aus einem kleinen Dorf namens Schönhöhe", sagten beide gemeinsam. Sofort kam vom Gegenüber „Was macht Luise, die Frau aus dem Konsum?" Woher kennen Sie sie, war die erstaunte Frage von Hennigs. „Ich war jahrelang in Schönhöhe im Wald stationiert und habe sämtliche Übungen dort durchgeführt. Was für ein Zufall!" Es gab ein großes Hallo auf beiden Seiten und noch viel zu erzählen...

 

Die drei Hunde - erzählt von Karl-Heinz Stadler

„Es war kurz nach der Wende im Jahre 1990. Es fehlte immer noch an Baumaterial. Im Wald hinten bei den Russen lagen noch alte Schienen sogenannte Schweller, die man gut für Türrahmen gebrauchen konnte", erzählt Karli. Samstag vor Pfingsten verabredet er sich mit Karl-Heinz Paul früh um 6 Uhr. Dieser hatte einen Trecker und sollte ihm helfen, das Baumaterial zu holen. Doch Karli musste noch mal früh verschwinden. So platzte die Verabredung und Karl-Heinz Paul fuhr mit seinem Trecker allein in den Wald. Er dachte nämlich Karli ist schon weg. Schnell borgte sich Karli ein Moped und fuhr nach Gehör dem Trecker hinter her. Am alten Schießplatz bei den Russen angekommen, kamen durch einen Zaun drei junge Hunde auf ihn zu. „Ich hatte kaum eine Chance dort unversehrt weg zu kommen", berichtet Karl-Heinz Stadler. „Die Hunde hatten Hunger und bissen sich an meinen Beinen fest. Ich versuchte sie krampfhaft abzuschütteln. Die einzige Waffe die ich hatte, war mein Schlüsselbund." „Ich schmiss es ihnen zu, sie stürzten sich darauf und ich versuchte in der Zeit mein Moped wieder anzutreten. Mit meinen blutigen Beinen und einer zerrissenen Hose fuhr ich schnell nach Hause." Pfingsten konnte man in diesem Jahr vergessen. Es hieß in den nächsten Wochen öfters zum Arzt, die Wunde versorgen und sich Spritzen geben lassen. Na, das waren Pfingsten!
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